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Wir haben diese Homepage ins Leben gerufen, um Euch ein wenig an unserem aufregenden Leben teilhaben zu lassen.

Wir leben seit Januar 2006 auf Madagaskar und arbeiten in verschiedenen Bereichen.

 

 

 

 

Die ersten drei Jahre hat Gerd als Mechaniker und Pilot für Helikopter mit der Helimission gearbeitet. Die Hubschrauber fliegen in die entlegenen Dörfer, die nur schwer zugänglich sind, sprich nicht mit dem Auto, Motorrad, Boot oder Flugzeug erreichbar. Sie bringen medizinisches Fachpersonal, Pfarrer und Pastoren und auch handwerkliche Unterstützung (für Brunnenbau oder Maismühlen) in die Dörfer, die den Menschen dort helfen. Auch Rettungsflüge und Katastropheneinsätze stehen immer wieder auf dem Flugplan.


Gerd hat diese Flüge geplant, organisiert und durchgeführt. Immer wieder war er auch in den Dörfern in die Programme involviert. Seine Erfahrung als Rettungsassistent waren oft hier sehr gefragt: er gibt nur ganz schlechte und vor allem nicht flächendeckende medizinische Versorgung – weder in der Stadt noch im tiefsten Busch. An einem Hubschrauber müssen nach jeweils 100 Flugstunden verschiedene Kontrollen und immer wieder auch Reparaturen durchgeführt werden. Deswegen musste Gerd nicht nur Pilot sondern auch Mechaniker sein. Nebenbei gab es sehr viel Arbeit im Büro zu erledigen, Autos zu reparieren, Personal anzuleiten und so weiter.


Tanja hat im Helimissionsbüro die Fludatenerfassung gemacht und ehrenamtlich in einem Krankenhaus als Hebamme gearbeitet. Ab Herbst 2006 haben Tanja und Gerd zusammen eine Arbeit in dem Dorf Sakamadio aufgebaut. Das Dorf liegt 1:20 Flugstunden von Tana, der Hauptstadt entfernt. Hat man jedoch keinen Hubschrauber, muss man ca. 9 Stunden Autofahren und dann 3 Tage laufen, um Sakamadio zu erreichen. Mit Finanzierung der Deutschen Botschaft in Antananarivo haben wir dort eine Krankenstation aufgebaut, die wir dann alle 6 bis 8 Wochen per Heli besuchten. 

Im Januar 2007 hat Josia Fanilo uns zu einer Familie gemacht. Er war 5,5 Monate alt und seit der ersten Stunde unser madagssischer Sonnenschein. Er war dann Tanjas Hauptaufgabe. Die Adoption war sehr schwierig und hat viel Zeit in Anspruch genommen. 


Während der Adoption haben wir Kontakt zu vielen Persönlichkeiten der Öffentlichkeit und Politik gehabt. Immer wieder hörten wir, dass Babies hier im Müll gefunden werden. Das hat unser Herz bewegt. Das, zusammen mit der Tatsache, dass wir als Familie zu wenig gemeinsame Zeit hatten, als Gerd für Helimission gearbeitet hat, hat uns dazu bewegt, bei Helimission unseren Vertrag nicht zu verlängern. Derzeit wollen wir uns dem neuen Projekt widmen.  Wir arbeiten mit den obdachlosen Frauen in der Hauptstadt hier, die abends in Geschäftseingängen ihre Nachtlager aufschlagen.

Mit dieser Arbeit haben wir das Ziel, die Frauen so zu unterstützen, dass sie ihre Babys entweder behalten können oder einen ordentlichen Weg finden, sie abzugeben und nicht mehr im Müll zu entsorgen. Gleichzeitig sehen wir, wie wichtig die Arbeit mit dem Hubschrauber hier auf Madagaskar ist. Die Insel ist fast doppelt so groß wie Deutschland und es gibt nur ca. 8000 km Straßen. Straßen die aber eher mit unseren Feldwegen vergleichbar sind oder deutlich schlechter. Das ist ein Ziel für Zukunft: sobald das Projekt gut läuft, auch wieder in der Fliegerei tätig zu sein.


Seit Herbst 2009 ist unser Hebammenmobil nachts auf den Strassen der Hauptstadt im Einsatz. Wir betreuen derzeit 2000 Frauen und Kinder, auch ein paar wenige Männer, die auf der Strasse leben und schlafen. Es kommen wöchentlich neue Notleidende hinzu. 

Hebammenmobil mit Team 

Wir sind dabei, unsere Arbeit zu erweitern: derzeit sind ein Zahnarztmobil und ein Rettungswagen auf dem Weg nach Madagaskar. Zusätzlich wird bald ein Container mit Hilfsgütern bei uns ankommen, der unsere Arbeit erleichtert und vergrößert. Und last but not least - wir bekommen ein Leichtflugzeug, mit dem wir auch wieder im Busch Madagaskars arbeiten werden.

 

Alles Weitere können Sie auch in unseren Rundbriefen lesen. Entweder hier auf der Homepage oder wenn Sie uns ihre Emailadresse schicken, dann auch in ihrem persönlichen Postfach.


Unsere Arbeit hier und unseren Unterhalt finanzieren wir ausschließlich durch private Spender über unseren Verein Mobile Hilfe Madagaskar e.V.. Wenn Sie sich für die Arbeit interessieren und einen Beitrag dazu leisten möchten, freuen wir uns sehr. Jedem, der sich daran beteiligen möchte, sind nicht nur wir, sondern vor allem viele Menschen in Madagaskar sehr dankbar.Mehr Infos über die einzelnen Projekte gibt es auf der Vereinshomepage.

 

Vielen Dank für Ihr Interesse, Ihre Unterstützung und Ihre Freundschaft zu uns und dem Programm hier auf Madagaskar!

Gerd, Tanja, Josia Fanilo & Fifaliana


Wenn man in einem Entwicklungsland lebt, hat man nicht nur einen Beruf, man braucht Berufung und muss Allround-Talent sein: Notstromaggregat kaputt, Toilette verstopft, Hose zerrissen, Finger verletzt, Kummer und Sorgen, Loch im Dach, Auto kaputt, Kinder erziehen, medizinische Grundversorgung, Personal einstellen, Krankheit, Gemüse anpflanzen, Wände streichen ..... Alle Aufgaben und Probleme des Alltags wollen bewältigt werden!

Aus unserer Vergangenheit – wie kamen wir nach Afrika?

Tanja: Als ich 16 Jahre alt war, verbrachten wir als Familie einen Urlaub in Kenia, der mein Leben bleibend beeindruckt und  verändert hat. Ich fühlte mich einfach „zu Hause“ bei den Menschen dort, so dass ich den Wunsch äußerte, nach Afrika zu gehen. Entgegen der Erwartungen meiner Eltern blieb der Wunsch nach Afrika zu gehen bestehen. Ja, er bestimmte sogar meine weitere Lebensplanung.


Nach dem Abitur machte ich meine Hebammenausbildung und nebenbei meinen Rettungssanitäter. Beides Berufe, die für Entwicklungsländer sehr passend sind. Wie konnte es auch anders kommen: Ich lernte Gerd kennen, der seit vielen Jahren den Wunsch hatte, in Entwicklungsländern Hubschrauber zu fliegen. Er zeigt mir ein Dokumentationsvideo der Helimission. Was ich dort sehen konnte war genau das, wovon ich seit Jahren geträumt hatte.


Gerd: Vor mehr als 20 Jahren lernte ich die Helimission aus der Schweiz kennen, die in verschiedenen Ländern mit Helikoptern in die abgelegenen Dörfer fliegen, die sonst nur zu Fuß zu erreichen sind und den Menschen dort Hilfe bringen: Medizin, Handwerk & den christlichen Glauben.
Diese Arbeit begeisterte mich schon damals so sehr, dass der Wunsch, dort mitzuarbeiten immer größer wurde. Aber ich wusste auch, dass ein langer und nicht immer einfacher Vorbereitungsweg dafür notwendig war.


Mit Tanja habe ich die richtige Frau getroffen, denn sie hatte auch seit langem den Wunsch nach Afrika zu gehen.
Jetzt hat sich unsere Vision in eine andere Richtung weiterentwickelt, aber Afrika, besonders Madagaskar ist auf unserem Herzen!


Stationen auf dem Weg nach Afrika:

  • 2001 haben wir mit den konkreten Vorbereitungen für einen Einsatz mit der Helimission angefangen. Das beinhaltet mehrere Arbeitsstellenwechsel, Umzüge, Sprachen lernen, Prüfungen machen...
  • 2004 /2005: 6 Monate Vorbereitungszeit in der USA
  • Ab Januar 2006 Dreijähriger Einsatz mit Helimission auf Madagaskar
  • Ab April 2009 Aufbau des Programmes für die obdachlosen Frauen in Tana
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  • Herbst 2010: Gründung des Vereins Mobile Hilfe Madagaskar e.V. in Deutschland
  • Herbst 2011: Registirerung des Vereins deutschen Mobile Hilfe Madagaskar e.V. auf Madagaskar
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  • in Kürze: Erweiterung des Programmes um das Zahnarztmobil, den Rettungswagen und das Leichtflugzeug

 


Herzlichen Dank für Euer Interesse und Eure Unterstützung

 

Gerd, Tanja, Josia Fanilo & Fifaliana Hock mit dem Team vor Ort und viele Madagassen!